Wer eine Krause Glucke essen will, muß teuflisch schnell sein. Nicht weil die Fette Henne, so heißt das Tier bei uns, so schnell laufen könnte, sondern weil die Konkurrenz groß ist.
Wie sagte doch weiland dieser Österreicher, als er auf der Jagd nach Schnecken nur eine sehr geringe Beute nach Hause brachte: Jo mei, die Viecherln sind halt so gschwind. Kaum dass di buggst, husch, husch, sans furt.
War man schnell genug und hat so eine Fette Henne erwischt, bevor sich die gschwinden Viecherln daran delektierten, ergibt das ein leckeres Pfannengericht.
Zubereitung:
Ich bräune eine gehackte Zwiebel in Butter leicht an, und schneide derweil die Henne in mundgerechte Happen. Beim Waschen der Happen ist eine gewisse Großzügigkeit von Vorteil, denn im krausen Gefieder des Tiers wird sich immer noch ein letztes Sandkorn verstecken. Die Happen werfe ich zu den Zwiebeln in die Pfanne und lasse das Tier noch einige Minuten dünsten. Ein wenig Pfeffer und Salz dazu und schon kommt ein leckeres Pilzgericht auf den Tisch.
Ich habe auch schon Speck ausgelassen statt der Butter, aber der Speck übertönt den feinen Geschmack der Glucke, während die Butter ihn eher unterstreicht. Nach Belieben können frisch gehackter Knoblauch und Petersilie beigefügt werden.
