Wenn es draußen kalt, trübe und bääh ist, verkrieche ich mich gerne hinter dem Ofen. Wenn es ein Backofen ist, kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Sauerteig-Weck

Die Herstellung des Sauerteigs war sehr viel einfacher, als ich dachte. Mit je einem Eßlöffel Weizen- und Roggenmehl und lauwarmem Wasser habe ich einen dünnen Teig angerührt, etwa wie ein Pfannkuchenteig. Fünf Tage lang habe ich jeweils morgens einen Löffel Weizenmehl und abends einen Löffel Roggenmehl eingerührt, dazu jeweils wieder ein wenig lauwarmes Wasser. Bereits am 2. Tag begann die Gärung, der Teig roch ein wenig nach Fruchtsäure. Am letzten Abend hatte ich ca. 250 gr Sauerteig, den ich mit 250 gr. Weizen- und 250 gr. Roggenmehl, einem guten Eßlöffel Kümmel, einem knappen Eßlöffel Salz, einem guten Teelöffel Koriander und einem knappen Teelöffel Kardamom sowie etwas handwarmem Wasser zu einem zähen Teig knetete. Daraus formte ich 4 Kugeln, legte sie auf ein Backblech, schnitt sie über Kreuz ein und deckte das Ganze mit einem Tuch ab.

Heute morgen (also ca. 8 Stunden später) waren meine Kugeln etwas in die Breite gegangen und gut doppelt so groß wie am Abend. Nun den Backofen auf 250° vorgeheizt, die Wecken noch einmal mit Wasser eingepinselt, und zusammen mit einer Schale Wasser in den Backofen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180° reduziert und weitere 20 Minuten gebacken. Das Ergebnis ist oben zu sehen.