Wenn es draußen kalt, trübe und bääh ist, verkrieche ich mich gerne hinter dem Ofen. Wenn es ein Backofen ist, kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Die Herstellung des Sauerteigs war sehr viel einfacher, als ich dachte. Mit je einem Eßlöffel Weizen- und Roggenmehl und lauwarmem Wasser habe ich einen dünnen Teig angerührt, etwa wie ein Pfannkuchenteig. Fünf Tage lang habe ich jeweils morgens einen Löffel Weizenmehl und abends einen Löffel Roggenmehl eingerührt, dazu jeweils wieder ein wenig lauwarmes Wasser. Bereits am 2. Tag begann die Gärung, der Teig roch ein wenig nach Fruchtsäure. Am letzten Abend hatte ich ca. 250 gr Sauerteig, den ich mit 250 gr. Weizen- und 250 gr. Roggenmehl, einem guten Eßlöffel Kümmel, einem knappen Eßlöffel Salz, einem guten Teelöffel Koriander und einem knappen Teelöffel Kardamom sowie etwas handwarmem Wasser zu einem zähen Teig knetete. Daraus formte ich 4 Kugeln, legte sie auf ein Backblech, schnitt sie über Kreuz ein und deckte das Ganze mit einem Tuch ab.
Heute morgen (also ca. 8 Stunden später) waren meine Kugeln etwas in die Breite gegangen und gut doppelt so groß wie am Abend. Nun den Backofen auf 250° vorgeheizt, die Wecken noch einmal mit Wasser eingepinselt, und zusammen mit einer Schale Wasser in den Backofen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180° reduziert und weitere 20 Minuten gebacken. Das Ergebnis ist oben zu sehen.
Januar 18, 2008 at 12:57
Vielen Dank für die gute Idee!
Ich werde das auch mal ausprobieren und denke jetzt schon darüber nach, Speckwürfel im Teig mizubacken.
Weiterhin viel Erfolg beim Backen!
Januar 19, 2009 at 14:32
Nach der neuen EU-Verordnung muß das Salz um die Hälfte reduziert werden.
Wenn wir einen Aufruf starten “NEIN zur EU – JA zum deutschen Brot” hoffen wir auf tatkräftige Unterstützung!
Januar 26, 2009 at 17:00
Die Welt wird immer verrückter. Mein Sauerteigbrot enthält ca. 20 gr Salz bei 1,3 kg Gesamtgewicht und auf Grund des Genußwerts gebe ich meinem Brot auf jeden Fall eine grüne Ampel. Was die EU dazu sagt, ist mit Wurscht!